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Semester Organisation

Die Organisation des ersten Semesters

Vorlesung, Seminar, Tutorium, Hausarbeit, Schlüsselqualifikation - zu Beginn des Studiums werden Studienanfängerinnen und -anfänger mit unendlich vielen Begriffen bombardiert, die ihnen noch wie ein großes Fragezeichen erscheinen. Die Uni erscheint so groß, so bedeutend, so unüberschaubar. Es ist besonders wichtig, sich im ersten Semester neben dem Studium Zeit zur Orientierung an der Universität zu nehmen. Dazu gehört es, die Gebäude kennen zu lernen, das Recherchieren in der Bibliothek zu erlernen und zu wissen, welche Veranstaltungsart welche Kompetenzen vermittelt. Der Aufwand für das nun einige Semester lang folgende Studium scheint zunächst unermässlich. Aber es gibt keinen Grund, sich überfordert zu fühlen. Schließlich musste jeder Student einmal durch diese erste Phase.
In der ersten Semesterwoche werden die Stundenpläne erstellt. Studiengänge der Naturwissenschaften wie Chemie oder Physik waren sowieso schon immer relativ verschult. Hier bekommen Studienanfänger einen Stundenplan mit Pflichtveranstaltungen für das Semester. Dadurch bilden sich Klassenkonstellationen wie es schon aus der Schule bekannt ist. Geisteswissenschaftliche Studiengänge wie Kunstgeschichte oder Germanistik waren vor Einführung des Bachelor- und Mastersystems noch recht frei organisiert. Hier lag die Herausforderung des Studenten darin, aus einer Fülle von Veranstaltungen nach persönlichen Interessen und nach gewünschtem Aufwand auszuwählen. Mit dem Bachelorstudium sind aber auch diese Fächer verschulter geworden. Auch hier haben die Studentinnen und Studenten nun ganz genaue Anforderungen zu erfüllen und bekommen einen Stundenplan für das erste Semester. Dieser Plan kann je nach Universität und Studienfach individuell geändert oder durch weitere Veranstaltungen ergänzt werden. Doch besonders beim Hinzufügen von Veranstaltungen sollte man am Anfang vorsichtig sein. Viele Studienanfänger sind zu Beginn ihrer Studiumserfahrung noch vollkommen euphorisch und möchten alles belegen, was interessant erscheint - und das kann viel sein. Der Frust aber lässt dann nicht lange auf sich warten. Oft können bei zu vielen Semesterwochenstunden Veranstaltungen nicht mehr gründlich vor- oder nachbereitet werden, der Student ist erschöpft und sieht sich schnell überfordert. Besonders im ersten Semester sollten Studentinnen und Studenten lieber zu wenig als zu viel belegen. Es muss nicht nur das Studium bewältigt werden, man muss sich auch in der neuen Stadt zurecht finden, man muss sich auf eine neue Art des Lernens und Forschens einstellen, man muss organisatorische Gänge zur Studienverwaltung und zum Rathaus erledigen und man muss neue Freunde finden und sich ein neues Privatleben formen. Es gibt viele Herausforderungen zu Beginn des ersten Semesters für Studienanfänger. Und diese Herausforderungen sollten ernst genommen werden. Weniger ist manchmal mehr - das gilt besonders für die Studienlasten, die man sich zu Beginn des Semesters aufbürdet.